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Aquabike-Premiere beim Triathlon Uelzen – und gleich Platz 2!

Am 31. Mai 2026 stand für mich etwas Neues auf dem Programm: mein erster Start bei einem Aquabike-Wettkampf im Rahmen des Triathlons in Uelzen. Für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können: Aquabike ist im Grunde ein Triathlon ohne den abschließenden Lauf. Geschwommen und Rad gefahren wird wie gewohnt, danach geht es direkt ins Ziel.

Da ich in den letzten Jahren immer wieder mit Achillessehnenschmerzen zu kämpfen hatte und das Laufen dadurch oft zur Herausforderung wurde, schien dieses Format wie für mich gemacht zu sein. Noch ist Aquabike eher eine Randsportart innerhalb der Triathlon-Szene, aber vielleicht ändert sich das ja in Zukunft.

Der Tag begann früh. Bereits um 7 Uhr morgens machte ich mich auf den Weg nach Uelzen. Nach der Ankunft wurden zunächst die Startunterlagen abgeholt und natürlich direkt geschaut, ob die Wassertemperatur schon gemessen wurde. Der Grund: Ab 22 Grad Wassertemperatur herrscht Neoprenverbot. Durch die warmen Tage zuvor hatte der See tatsächlich 22,4 Grad erreicht – also kein Neopren. Für viele Athleten eher ein Nachteil, für mich hingegen perfekt, denn ich schwimme lieber ohne Neo.

Zunächst wurden die Starterinnen und Starter der Halbdistanz auf die Strecke geschickt. Für sie standen 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und anschließend ein Halbmarathon auf dem Programm. Währenddessen richtete ich in Ruhe meinen Wechselplatz ein: Fahrrad kontrollieren, Schuhe, Helm, Brille und Startnummer bereitlegen und die letzten Vorbereitungen treffen. Noch schien die Sonne vom Himmel und die Stimmung am See war hervorragend.

Dann wurde es ernst. Nach einem kurzen Einschwimmen versammelten wir uns am Strand und warteten auf den Startschuss. Die Aquabike-Starterinnen und -Starter gingen gemeinsam mit den Teilnehmern des Standarttiathlons auf die Strecke. 1,5 Kilometer Schwimmen und anschließend 42 Kilometer Radfahren standen für mich auf dem Programm.

Dann fiel der Startschuss.
Wie so oft bei einem Massenstart ging es auf den ersten Metern ordentlich zur Sache. Arme, Beine und jede Menge Wasserbewegung sorgten für einen engen Kampf um die besten Positionen. Nach 750 Metern wartete ein kurzer Landgang, bevor die zweite Runde begann. Das Schwimmen fühlte sich überraschend gut an, und nach knapp 29 Minuten stieg ich deutlich zufriedener aus dem Wasser als erwartet.

Schnell zur Wechselzone, Badekappe und Schwimmbrille aus, Helm auf, Radbrille aufsetzen, Startnummer schnappen und mit dem Fahrrad die rund 100 Meter bis zur Aufstiegslinie laufen. Dabei wurde ich von einer weiteren Aquabike-Teilnehmerin überholt. Mein Ziel war sofort klar: die Lücke auf dem Rad wieder schließen.

Doch das erwies sich als schwieriger als gedacht. Das wellige Streckenprofil forderte Kraft und Konzentration. Zwar fühlte ich mich stark und konnte ein konstantes Tempo fahren, doch der Abstand zu meiner Konkurrentin wurde Kilometer für Kilometer minimal größer. Auf der zweiten Runde war sie schließlich nur noch in der Ferne zu erkennen.

Trotzdem lief das Radfahren richtig gut. Die Strecke war abwechslungsreich und machte großen Spaß. Nach etwas mehr als 1:19 Stunden waren die 42 Kilometer geschafft. Vom Rad springen, zurück zum Wechselplatz, das Fahrrad in den Ständer stellen – und dann nur noch die letzten Meter ins Ziel laufen.

Die Uhr blieb bei 1:53:07 Stunden stehen. Ein großartiges Gefühl.

Mein Fazit: Der Triathlon Uelzen war ein hervorragend organisiertes Event mit einer tollen Atmosphäre und einer schönen Strecke. Vor allem aber habe ich für mich festgestellt, dass Aquabike genau das richtige Format ist. Die Kombination aus Schwimmen und Radfahren macht mir riesigen Spaß und ermöglicht es mir, trotz meiner Achillessehnenprobleme weiterhin Wettkämpfe zu bestreiten.

Und als wäre das nicht schon Belohnung genug gewesen, gab es am Ende noch eine besondere Überraschung: Platz 2 bei den Frauen im Aquabike Standard!

Ein Einstand, der Lust auf mehr macht.

(Jan Wedekind)

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